Waldviertler Energie-Stammtisch

KERNfragen - aktuelle Infos zu Kernkraft und Atommüll-Endlagersuche

Diese Seite wird betreut von Patricia Lorenz und Renate Brandner-Weiß (Ideengeberin).

Sie ist möglich durch ein Kooperationsprojekt des Waldv. Energie-Stammtisches
mit folgenden Partnern in Ö und CZ:
und private Unternehmen (in der Reihenfolge der Zusage): oekostrom AG, Windkraft Simonsfeld AG,
KASTNER Gruppe
, Sonnentor und APV.

Atomlobby versucht die Klimakrise für sich zu nutzen

31.10.2019

Am 7. Oktober eröffnete die Atomagentur der UNO, die IAEO (Internationale Atomenergieorganisation) ihre erste Konferenz zum Thema Klima und Atomenergie, siehe auch https://www.iaea.org/atoms4climate.Global 2000 war auch gleich bei der Eröffnung dabei (s. Foto)!
Danach ging es zur inhaltlichen Vorbereitung der nächsten Monate der Antiatom-Arbeit bei der Gegenkonferenz “Climate Crisis – Why Nuclear is not Helping“, die GLOBAL 2000 im Rahmen der internationalen Koalition DNTC (Don’t Nuke the Climate) in Wien, gleich gegenüber der IAEO organisiert hat.


Internationale Konferenz in Wien: Atomenergie als Klimaschutzmaßnahme?

20.9.2019

Unter dem Titel: „Climate Crisis: Why Nuclear is not Helping” findet die Konferenz der DNTC-Koalition (Don’t Nuke the Climate) am 7. Oktober statt, die GLOBAL 2000 organisiert. Diese Gegenkonferenz zur IAEO Konferenz https://www.iaea.org/atoms4climate wird gleich gegenüber abgehalten (Archotel).

 

Atommüll-Endlagerpläne in CZ: Kritik von Gemeinden und Verbänden der Kandidatenstandorte

17.6.2019

Atommüll-Endlagerpläne in CZ: Kritik von Gemeinden
Gemeinden und Verbände, die von den Endlagerplänen betroffen sind, haben sich in der Plattform gegen das Endlager zusammengeschlossen. Die betroffenen Gemeinden verlangen eine Wende und haben ihre Forderungen als Presseausendung zusammengefasst und veröffentlicht.

200 km näher als Tschernobyl – öffentlicher Termin zu ukrainischem Kernkraftwerksneubau in Wien

31.5.2019

Man möchte es nicht glauben, aber ausgerechnet die Ukraine, die erst eine neue international finanzierte Schutzhülle (Sarkophag) über den explodierten Tschernobylreaktor installieren musste,  plant die Errichtung zweier weiterer Reaktoren.


Die öffentliche Erörterung findet im Amtshaus für den 2. Bezirk, Karmelitergasse 9, 1020 Wien, statt. Sie beginnt um 16:30 Uhr und dauert bis spätestens 22:00 Uhr.

30 Jahre NEIN zur Wiederaufbereitungsanlage (WAA) Wackersdorf

27.5.2019

Am 30. Mai 1989 wurde der Bau der Wiederaufarbeitungsanlage für abgebrannte Kernbrennstäbe im oberpfälzischen Wackersdorf eingestellt - vier Jahre nach Baubeginn und nach heftigen Protesten aus der Bevölkerung.
Die WAA-Betreiberfirma hatte Ende 1988 an der Verwirklichung des Atomprojektes zu zweifeln begonnen. Die Anlage war immer teurer, die Proteste waren immer lauter und die Genehmigungsverfahren waren immer langwieriger geworden.

Edvard Sequens – unermüdlicher Koordinator und Energieexperte

21.5.2019

Der langjährige Vorsitzende der tschechischen Umweltorganisation Calla ist mit seiner präzisen Art und absoluten Faktentreue - im Widerstand gegen die tschechischen Atommüll-Endlager von zentraler Bedeutung.
Seit Jahren informiert, koordiniert und inspiriert er die Bürgerinititiativen an den zahlreichen Kandidaten-Standorten.

Tschecho-Slowakisches Atommüll-Endlager?

10.5.2019

Beim ENEF (European Nuclear Energy Forum) in Prag am 30. April 2019, der Atompropaganda-Veranstaltung der EU-Kommission mit der Tschechischen und der Slowakischen Republik, einigten sich die Premierminister der SR und der CR darauf, sich um eine gemeinsame Lösung bei der Endlagersuche zu bemühen.
Die Plattform gegen das Endlager protestierte sogleich heftig gegen den Plan „Tschechien zum atomaren Mistkübel Europas“ zu machen.

Gemeinsamer Tag gegen Atommüll-Endlager beim tschechischen Nachbarn

1.5.2019

Am 27. April 2019 war es wieder soweit:
An 8 potentiellen Standorten fand mittlerweile der fünfte landesweite Tag gegen das Atommüllendlager in CZ statt. Unter der Schirmherrschaft der Plattform gegen das Endlager, die 32 Städte und Gemeinden sowie 15 Verbände vereint, nahmen Tausende Menschen teil.

Nationalratsabgeordnete rufen Bundesregierung zum Handeln auf

26.4.2019

Am 10. April 2019 hat man sich im Umweltausschuss des österreichischen Parlaments auf einen Allparteienantrag gegen die Inbetriebnahme des Reaktors Mochovce 3 und grenznahe Atommüll-Endlagerpläne geeinigt.
Am 25. April 2019, dem Vorabend zum 33. Jahrestag des Supergaus in Tschernobyl (1986), wurde dieser Antrag nun im Plenum im Rahmen der 72. Sitzung des Nationalrates beraten.

Landesweiter Aktionstag 'Gegen das Endlager' in CZ - 27. April 2019

23.4.2019

Zum 5. Mal findet der landesweite Aktionstag "Gegen das Endlager" am 27. April 2019 in Tschechien statt.

Die Suche nach einem Endlager für hoch-radioaktiven Atommüll ist in Tschechien seit langer Zeit im Gange. Der Prozess ist intransparent und das versprochene Gesetz, das die Beteiligung der Gemeinden regeln sollte, liegt im Entwurf seit langem vor, sein Beschluss wurde aber immer wieder verschoben.

Was ist da los? GLOBAL gegen MOCHOVCE

18.4.2019

Zwischen dem slowakischen Betreiber (SE), der Aufsichtsbehörde (UJD) und GLOBAL 2000 tobt die mediale Schlacht seit bald zwei Wochen und kein Ende in Sicht. Aufgebauscht? Stimmt es, dass die Aufsichtsbehörde alles im Griff hat und allen Hinweisen bereits längst nachgegangen ist? Ein Blick hinter die Nebelkanonen, Verschleierungen und Ablenkungsmanövern von Patricia LORENZ.

KEIN Frühling für die KERNkraft

5.4.2019

Der Verein "Gemeinsam für Sonne und Freiheit" setzte sich in St. Pölten vor der Landtagssitzung am Donnerstag, den 21. März 2019 für Klimaschutz ohne Atomkraft ein.

Kernkraftrisiken und öffentliche Kontrolle in Mittel- und Osteuropa

27.3.2019

Im Gemeinschafsprojekt „Kernkraftrisiken und öffentliche Kontrolle“ (Joint Project Nuclear Risk & Public Control) arbeiten seit 2003 Nichtregierungsorganisationen und Forschungsinstitutionen betreffend Sicherheitsthemen und zukunftsfähiger Energie zusammen, und zwar mit Schwerpunkt auf Kernkraftaktivitäten in Mittel- und Osteuropa.

LAUFZEIT.VERLÄNGERT.GEFAHR - Nuclear Energy Conference 2019

17.3.2019

Die internationale Nuclear Energy Conference (NEC) findet jährlich statt, abwechselnd in Linz oder Prag und widmet sich stets einem besonders aktuellen Thema.
Bei der NEC 2019 am 8. Mai 2019 in Linz geht es um das in Europa zunehmend umgehende Gespenst der Laufzeitverlängerung für veraltete Atomreaktoren.

Fukushima 2019, 8 Jahre nach dem Super-GAU

11.3.

Die Ärzteorganisation IPPNW rechnet in Japan mit bis zu 16.800 zusätzlichen Krebserkrankungen und bis zu 9.100 zusätzliche Krebstodesfällen infolge der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima. Die Internationale Atomenergie-Organisation IAEO und der Wissenschaftliche Ausschuss der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen der atomaren Strahlung UNSCEAR hingegen verharmlosen systematisch das tatsächliche Ausmaß der gesundheitlichen Folgen der Atomkatastrophe.

Seit 2014: Nuclear Energy Conference jährlich in Prag oder Linz

8.3.2019

Die internationale Nuclear Energy Conference (NEC) findet seit 2014 jährlich statt, abwechselnd in Linz oder Prag und widmet sich stets einem besonders aktuellen Thema.
 Die NEC hat sich zu einem wichtigen Meeting wissenschaftlicher, politischer und vor allem zivilgesellschaftlicher AkteurInnen innerhalb der europäischen Antiatom-Bewegung entwickelt.

AKW Mochovce, von Slowakei versprochene UVP jetzt einfordern

5.3.

Mitten in Europa, selbst im Nachbarland Österreich noch recht unbeachtet: Reaktor 3 in Mochovce, nur rund 120 km von der öst. Grenze entfernt, soll im Sommer ans Netz gehen und Reaktor 4 einige Monate später folgen!
Bundeskanzler Kurz kann die 2010 von der Slowakei versprochene neue UVP für den Reaktor 3 einfordern und so seitens Österreich das Bestmögliche für den Schutz der österreichischen Bevölkerung tun.

Jetzt Petition dagegen unterschreiben unter: https://www.global2000.at

 

Abberufung des SURAO-Direktors Jiří Slovák

17.2.

Im Vorfeld der großen SURAO-Konferenz (21/22. Februar) zum Stand der Endlagersuche, kam es am 15. Februar 2019 zur Abberufung des SURAO-Direktors Jiří Slovák. 

Von den Gemeinden und Verbänden, die sich in der Plattform gegen das Endlager zusammengeschlossen haben, wurde dieser Schritt der zuständigen Ministerin für Industrie und Handel, Marta Nováková, als längst überfällig begrüßt.

Standortauswahl bzgl. Endlager überraschend verschoben: Die wahren Gründe

5.2.2019

Am 30.Jänner gab der Rat der Atommüllbehörde SURAO bekannt, dass entgegen den ursprünglichen Plänen jetzt keine Entscheidung darüber getroffen wird, welche vier von neun Kandidatenstandorten weiterverfolgt werden sollen.

Wie kann sich das Endlager auf die betroffene Region auswirken?

2.2.2019

Die Tschechische Republik ist dicht besiedelt. Daher ist es notwendig,  die Auswirkungen der Endlagererrichtung nicht nur für Natur und Landschaft zu betrachten, sondern auch auf die Bewohner. Es ist unbestritten, dass das tiefengeologische Endlager das Leben in den Gemeinden in der weiteren Region unwiderruflich beeinflussen wird.

Wo befindet sich der abgebrannte Nuklearbrennstoff jetzt und warum kann er dort nicht bleiben?

2.2.2019

Bis zum Jahr 1989 nahm die Sowjetunion den abgebrannten Brennstoff aus den Reaktoren der jetzigen Tschechischen Republik wieder zurück, aus dem Plutonium wurden Atomwaffensprengköpfe hergestellt. Danach wurde es allerdings notwendig, eine heimische Lösung zu finden.

Was ist mit „Rolling Stewardship“ gemeint?

2.2.2019

Als Alternative zur Endlagerung im tiefengeologischen Endlager wird auch das Konzept des sogenannten Rolling Stewardship diskutiert. Dazu wird der Atommüll an einer Stelle gelagert, wo er laufend überwacht wird.

Wird das Endlager langfristig sicher sein?

2.2.2019

Mehrere Barrieren sollen dafür sorgen, dass der Atommüll von der Umwelt isoliert bleiben. Die erste Barriere, die Metallhülle des Brennstabs, hat der Brennstab seit seiner Herstellung. Die abgebrannten Brennstoffelemente, die einige Meter lang sind, sollen in die Lagercontainer aus Stahl oder Kupfer verbracht werden. Dann werden die Container im Wirtsgestein von einem abdichtenden Material umgeben sein und die letzte Barriere sollen 500 m festes unzerklüftetes Gestein sein.

Wo wird der Atommüll in die Lagerbehälter umgeladen?

2.2.2019

Zu dem Endlagerareal wird gemäß den aktuellen Planungen auch eine sog. Heiße Zelle gehören, die das größte Risiko einer radioaktiven Kontamination während der Befüllungsarbeiten des Endlagers darstellt. Es handelt sich um eine Einrichtung, in der die abgebrannten Brennstäbe aus den Transportcontainern in Lagercontainer umgepackt werden.

Kann es beim Transport zu Unfällen kommen?

2.2.2019

Unfälle können während des Transports der Abfälle aus den Zwischenlagern bei den Atomkraftwerken zum Standort des Endlagers geschehen und damit eine Gefährdung der Umgebung darstellen.

Wie soll man sich ein Endlager vorstellen?

1.2.2019

Für den Standort Hrádek hat SÚRAO einen Plan für das Endlager vorgelegt. Das aktualisierte Projekt geht davon aus, dass oberirdisch ein Areal von 23 Hektar [1]  benötigt wird.

Warum wird der tschechische Atommüll nicht exportiert?

31.1.2019

Als eine der Möglichkeiten zur Entsorgung des abgebrannten Brennstoffs wird manchmal die Errichtung eines internationalen Endlagers in einem abgelegenen Gebiet der Welt angesehen, welches dann mehrere Staaten zur Endlagerung ihrer Abfälle nutzen könnten.

Endlagersuche in CZ: Von 9 auf 4 Standorte

30.1.2019

Es gibt eine sehr ambitionierte Planung, bei der bereits bis Ende  Jänner 2019 über die vier möglichen Standorte entschieden werden soll. Cihadlo z.B. ist nur 21 km von der österreichischen Grenze entfernt (gleich nördlich von Litschau).

Am Auswahlverfahren wird seit Jahren Kritik geübt - keine ausreichenen Sicherheitskriterien, keine Transparenz und Mitsprache. Wir bringen Licht ins Dunkel der Atomeenergienutzung.

Kann man diese Brennstäbe noch nutzen?

30.1.2019

Die Nuklearindustrie bezeichnet den abgebrannten Nuklearbrennstoff als wertvolle Ressource, problematisch sei nur die praktische Verwendung.

Die heutigen Wiederaufbereitungsmethoden können abgebrannten Brennstoff nicht effektiv und ökonomisch behandeln, daher kommt es in der Realität zu einer schrittweisen Abkehr von dieser Technologie.

Wie will der tschechische Staat mit diesen Brennstäben verfahren?

30.1.2019

Wie auch andere Staaten setzt die tschechische Regierung auf die unwiderrufliche Verbringung in der Tiefe – das tiefengeologische Endlager.
Allerdings ist keine derartige Anlage weltweit in Betrieb.

Um welche Menge an abgebranntem Nuklearbrennstoff handelt es in der Tschechischen Republik?

30.1.2019

Die beiden tschechischen Atomkraftwerke Dukovany und Temelín erzeugen im Laufe ihrer geplanten Betriebsdauer in etwa 4 Tonnen abgebrannten hoch radioaktiven Brennstoff.

Können die Gemeinden selbst entscheiden, ob sie das Endlager haben möchten?

30.1.2019

Nach aktueller Rechtslage haben die Gemeinden keine Mitsprache und kein Vetorecht, das Interesse des Staates geht stets vor und die Gemeinden und Verbände haben nur sehr geringe Möglichkeiten, für ihre berechtigten Interessen einzutreten.

Worin liegt das Problem des abgebrannten Nuklearbrennstoffs aus AKWs?

30.1.2019

Abgebrannter Brennstoff aus Atomkraftwerken zählt zu den gefährlichsten Stoffen, die es überhaupt gibt. Dessen Radioaktivität ist nach der Entnahme aus dem Reaktor so hoch, dass ein Mensch, der damit zufällig in Kontakt käme, innerhalb von Sekunden einer tödlichen Strahlungsdosis ausgesetzt wäre.

www.energiestammtisch.info - energiestammtisch@wvnet.at - +43 664 43 65 393 - Renate Brandner-Weiß, Teamsprecherin

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